Nockturngasse

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Nockturngasse

Beitrag  Draco Malfoy am Do März 10, 2011 3:39 am

Kensington ----------->


Draco war im Tropfenden Kessel gelandet, nur um sich dann daran erinnern zu lassen, dass ja heute Mittwoch und nicht Dienstag war. Heute war gar kein Markt, es gab also keine neuen Hauselfen. Es sei denn, man wusste, wo man suchen sollte.
Direkt neben Borgin & Burkes befand sich ein kleiner Laden, der nicht einmal ein Namensschild über der Tür hatte, und allerlei seltsame und zum Teil seltene und teure Kreaturen verkaufte. Selbstverständlich gingen die Geschäfte alle ein wenig unter der Hand und für "Normalbürger" - der Zaubererwelt, natürlich - war der Laden schon seit Jahren geschlossen.
Draco bog also gerade in die Nockturngasse ein, als er auch gleich in jemanden hinein rannte. Oh, nein!!!
Draco, sagte sein Vater mit offensichtlich unterdrücktem Zorn und blickte sich um.
Aha, nach Augenzeugen Ausschau halten.
Ich hoffe, du hast dich gestern gut amüsiert.
Draco erschauderte aufgrund der Wut in der Stimme seines Vaters. Aber wie gut, dass sie in der Öffentlichkeit waren. Da war er sicher.
Ich... ich wollte mir einen Hauselfen kaufen gehen, begann Draco, wurde jedoch gleich unterbrochen.
Warum nimmst du nicht einen von unseren?, wollte Lucius wissen, klang allerdings nicht so, als würde es ihn zu sehr interessieren.
Weil du den dazu abrichten würdest mich auszuspionieren, dachte Draco, sagte allerdings:
Weil ich sie Mutter nicht wegnehmen will. Ich will meinen eigenen.
Lucius musterte seinen Sohn einen Moment, bevor er ihn hinten am Kragen packte und hinter sich herzog.
Ich werde dir bei der Auswahl helfen!
Ach... nicht nötig.
Er bekam einen harten Ruck zu spüren und wusste, dass dies nichts mit den Elfen zutun hatte.
In einer dunklen Ecke blieb Lucius wieder stehen, blickte sich ausgiebig um und stieß Draco gegen eine Wand. Dann ergriff er dessen Kehle.
Was erlaubst du dir??, fauchte Lucius und besprenkelte dabei Dracos Gesicht mit Spucke.
Du lässt deine Begleitung, deren Familie wichtig für unsere Beziehungen ist, einfach allein, treibst dich mit McCreadys Tochter rum und zu allem Übel flieht ihr auch noch vor uns?
Alles in Allem eine gute Zusammenfassung des Abends, sagte Draco wohl in einem Anflug von Todessehnsucht und bekam dafür die Kehle zugedrückt.
Sei vorsichtig, Draco, ich bin gerade nicht in der Stimmung für deine Spielchen!
Ich merk's, würgte Draco hervor, worauf sein Vater ihn los ließ.
Du wirst dich zuallererst bei Daphne entschuldigen, begann Lucius und wandte sich ab.
Wenn ich Zeit dazu habe, entgegnete Draco leise und lehnte sich, den Hals mit den Fingern reibend, an die Wand.
Zweitens, fuhr Lucius fort und funkelte ihn über die Schulter an.
wirst du dich von dieser McCready fernhalten. Sie ist es nicht wert. Genauso wenig, wie ihr Vater.
Der letzte Satz war sehr leise gewesen und Draco schenkte dem nicht zu viel Beachtung.
Was hast du nur gegen das Mädchen?, fragte Draco etwas ärgerlich, was er sich zweimal überlegen sollte, wenn sein Vater so in Rage war, und trat einen Schritt vor.
Sie ist reinblütig, sie ist ein Todesser, sie -
Draco!, donnerte sein Vater so plötzlich, dass Draco zur Wand zurück zuckte.
Diesen McCreadys darf man nicht trauen. Das ist eine ganz hinterhältige Bande.
Lucius kam wieder auf Draco zu und stemmte die Hände links und rechts neben dessen Kopf ab.
Sie lügen, betrügen und stehlen. Ich wette dieses kleine Miststück schlägt da ganz nach ihrem Vater.
Draco runzelte ein wenig die Stirn, während er seinem Vater so in die Augen sah. Was war denn da nur vorgefallen, dass sein Vater so schlecht auf Mister McCready zu sprechen war?
Ich warne dich, Draco, halte dich von ihr fern. Diese Art von Hexe macht dir nur Ärger. Und wo wir gerade dabei sind....
Oh oh...
Lucius hatte den Zauberstab schon aus dem Gehstock gezogen und feuerte einen Cruciatus auf Draco ab. Dieser sackte gleich auf die Knie, doch da löste sich der Zauber schon wieder. Wie überaus nachsichtig von seinem Vater. Ungewohnt nachsichtig.
Ist dir eigentlich klar, dass du und dieses Weibsbild das Gespräch des Abends wart?
Ich hatte da so eine Vermutung, meinte Draco leise, doch es wurde gehört und gleich mit einem weiteren Folterfluch bestraft.
Was hast du dir nur dabei gedacht so eine Darbietung auf der Tanzfläche abzugeben?
Das war ein Ball. Wir haben getanzt. Wo ist das -
Dracos Arme knickten unter ihm weg und er biss sich auf die Lippe, als er die Stromstöße spürte. Nein, er würde nicht schreien. Er durfte nicht schreien. Denn sonst würde sein Vater nur noch ärgerlicher werden. Es sollte ja auch niemand mitbekommen.
Du hast mich bloßgestellt. Mich und deine Mutter, machte Lucius weiter, als Draco sich wieder auf die Knie kämpfte.
Ich will nicht, dass du dich weiter mit ihr triffst!
Das war ganz klar ein Befehl. Draco blickte auf.
Was soll das heißen? Wir haben uns zufällig auf dem Ball gesehen. Wir treffen uns nicht ständig.
Hör auf mich anzulügen!, zischte sein Vater, natürlich erst nachdem er Draco eine saftige Ohrfeige verpasst hatte.
Es ist die Wahrheit!, entgegnete Draco und drehte seinen Kopf wieder nach vorne.
Dann hat sie etwa nicht die Nacht bei dir verbracht?
Doch, schon, aber - Woher weißt du das?
Für diese Unverschämtheit bekam Draco einen weiteren Fluch ab.
Ich weiß es ganz einfach, sagte Lucius lediglich.
Du spionierst mir schon wieder nach?, fragte Draco aufgebracht und bekam diesmal den Gehstock in den Magen.
Aber wir haben nicht... wir sind nicht...
Ich will es gar nicht wissen, Draco. Ich will nur, dass es aufhört.
Draco rappelte sich wieder auf und sah seinem Vater fest in die Augen.
Ist dir vielleicht mal in den Sinn gekommen, dass ich möglicherweise langsam zu alt werde, um mich so zu behandeln?
Lucius fixierte ihn und Draco hatte für einen ganz kurzen Moment das Gefühl einen gewissen Stolz in den Augen seines Vaters zu sehen.
Du hast Recht, sagte Lucius langsam und Draco glaubte sich verhört zu haben.
Sein Vater steckte den Zauberstab zurück in den Gehstock. Draco hatte eine Auseinandersetzung mit seinem Vater gewonnen? War ein Freudentanz unangebracht?
Ja, war er und das wurde Draco in dem Moment klar, wo der Schlangenkopf ihn im Gesicht traf, er eine halbe Drehung machte und auf allen Vieren landete. Oh, wie schön. Sternchen.
Ich bin und werde immer dein Vater sein, Draco, das solltest du nicht vergessen, knurrte Lucius, der sich zu seinem Sohn gebeugt und dessen Kragen ergriffen hatte.
Und als Todesser bist du mir ebenso unterlegen, also sei vorsichtig wem du respektlos gegenüber trittst!
Draco sah immer noch Sternchen, als sein Vater ihn zurück gegen die Wand warf, sich dann erhob und davon ging.
Sein linkes Auge begann sich langsam zu schließen und Blut rann ihm über die Wange.
Jetzt hatten Mortisha und er ein Veilchen vom jeweiligen Vater bekommen. Das brachte ihn fast schon wieder zum lachen.
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Draco Malfoy
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